So langsam aber sicher meistern sich VADER zu den Königen des europäischen Death Metal. Mir fallen höchstens eine Handvoll andere Bands auf unserem Kontinen ein, die den Polen das Wasser reichen könnten. Spätestens mit dem Meilenstein "Litany" haben VADER seinerzeit ihre exorbitanten Spielqualitäten bewiesen.
Das folgende Album "Revelations" war zwar meiner Meinung nach etwas uneingängig, doch qualitativ definitiv auf Höchstniveau. Nun schlägt das Quartett mit "The Beast" erneut zurück, und auf dieser Platte stimmt einfach alles.

Rhine Area Thrash - BLOOD RED ANGEL sind mit einem dritten Album zurück. Das gute Teil hört auf den Namen "Crime Entertainment". Stilistisch Änderungen stehen glücklicherweise im Hause der Krefelder nicht an und produziert wurde das Werk wieder im "hauseigenen" beat point studio.

Kategorisierbar war die Musik von ENSLAVED ja nie wirklich, selbst der von eben dieser Band geprägte Begriff "Viking Metal" trifft die Sache nicht wirklich, da er mittlerweile doch ziemlich abgelutscht ist. Fest steht jedoch, dass ENSLAVED mit dem neuen Album "Isa" endgültig von ihrem Ausflug in die Progressiv-Phase zurück sind.

Bei MARDUK ging es ja im Jahr 2004 bekanntlich bunt zu - die Säulen B.War (Bass) und Legion (Vocals) raus aus der Band, Urgestein Devo Andersson nach zehn Jahren wieder rein und mit Mortuus auch gleich ein neuer Sänger am Start, da konnte man ja gespannt sein. Entwarnung kommt dann direkt beim ersten Durchlauf der Scheibe: Es bleibt so ziemlich alles beim Alten im Hause MARDUK.
Die Schweden zelebrieren auch diesmal wieder eine Black Metal Orgie allererster Güte. Man merkt halt, dass ein neuer Sänger an Bord ist und Mortuus klingt von der Stimme her schon etwas anders als sein Vorgänger, weist aber gesangstechnisch dieselben Merkmale und Qualitäten auf und kann definitiv als ebenbürtiger Ersatz bezeichnet werden.

Pünktlich zu Weihnachten macht sich NIGHTWISH's Frontfrau Tarja Turunen auf, die Fangemeinde mit zur Jahreszeit passenden Musik auf ihrem erste Solowerk zu erfreuen.
Deutlich unter dem sonst von NIGHTWISH gewohnten Härtegrad lassen sich die Arrangements der beiden finnischen Weihnachtslieder aus der Hand von Esa Nieminen an.
"En Etsi Valtaa, Loistoa" und "Kun Joulu On" finden sich beide in zwei Versionen auf der Single wieder - die erste "acoustic"-Version ist jeweils stark an das Originale Volksgut angelehnt, die andere ist ein klein wenig poppiger geraten.

Aus den Überresten der Band CHURCH BIZARRE ist im Frühjahr 2002 die Formation SILENT OVERDRIVE hervorgegangen. Schnell standen die erste Songs die dann auch ein Demo zur Folge hatten. Das wurde dann als CD-R auf Konzerten verteilt. Jetzt also steht mit "Babylon Nation" die erste "richtige" Mini-CD in den Läden.

BOSTON sind zurück!
Na gut, so halb zumindest - denn die beiden ehemaligen BOSTON-Recken Brad Delp und Barry Goudreau melden sich mit RTZ und einem neuen Album "Lost And Found" zurück und zeigen, dass sie immer noch den klassischen gitarrenorientierten Rock der 70er im Blut haben. RETURN TO ZERO (was RTZ bedeutet) existiert zwar bereits seit 1989, hat in dieser Zeit aber nur zwei Alben veröffentlicht - mit "Lost And Found" kommt jetzt aber mitnichten neues Material der beiden Ikonen in den Player, sondern es handelt sich hier um Material, was aus bislang unveröffentlichten Tracks der Zeit vor der ersten RTZ-CD besteht.
Damit die Fans aber doch noch in den Genuss gänzlich neuer Songs kommen, erscheint in Europa die RTZ-CD als "Doppelpack" und enthält als Dreingabe das Werk "Delp & Goudreau" mit zehn brandaktuellen Werken der beiden.

PLATENS ist ein neues Projekt vom erst 25-jährigen italienischen Musiker Dario Grillo - hat er bereits mit der Power Metal-Band THY MAJESTIE zwei Alben veröffentlicht, so versucht er sich nun in einem etwas seichteren Gewässer und als Solokünstler.

Torben Lysholm dürfte außerhalb Dänemarks vermutlich nicht vielen etwas sagen - auch seine Band PANGEA, mit der er seit 1987 zusammen spielt und die in den 90ern zwei Alben veröffentlichte, gehören irgendwie auch nicht zu den ganz großen Abräumern.
Dass Mr Lysholm aber eine ganze Menge auf dem Kasten hat, zeigt er "nebenbei" als Produzent diverser Bands aus vielfältigen Genres - von Jazz und Folk bis hin zu R'n'B und Nu Metal ist fast alles vertreten - und schließlich eröffnete er 2002 sein eigenes Studio "Tune Town". Mit seinem vorliegenden Album "Sensational" will er nun zeigen, dass er den ausgetretenen Pfaden des Hard- und Melodic Rock durchaus seine eigenen Facetten zufügen kann und profiliert sich als Songwriter. Das Ganze läuft zwar unter dem Namen MYSTERELL, aber es könnte genauso gut als "Solo"-werk verstanden werden, da Lysholm hier wirklich alles selbst macht - angefangen vom Gesang über die Gitarrenarbeit bis hin zu den Drum- und Keyboardparts - und selbst die Produktion ist aus seinen Händen. Lediglich für die Background-Chöre hat er Unterstützung von Lene Riebeau (wer ist das?).

Dass DIE APOKALYPTISCHEN REITER die wohl experimentierfreudigste und durchgeknallteste Band in der deutschen Metalszene ist, dem dürfte wohl kaum einer ernsthaft widersprechen wollen. Für meinen Geschmack haben es die vier Thüringer auf ihrem letzten Album "Have A Nice Trip" allerdings ein wenig mit den Experimenten und dem Einbauen stilfremder Elemente übertrieben, so dass dieses Werk ungleich sperriger und komplizierter war als dessen Vorgänger "All You Need Is Love", meines Erachtens nach das absolute Highlight in der bisherigen REITER-Discographie.
Nun, bezüglich der Sperrigkeit stellt das nun erschienende fünfte Studioalbum "Samurai" einen klaren Rückschritt von "HANT" in Richtung "AYNIL" dar, denn die neuen Songs sind wesentlich schlüssiger und straighter gehalten und gehen wesentlich schneller ins Ohr als ihre direkten Vorgänger. Dass ein REITER-Album aber immernoch weit davon entfernt ist, nach klassischen Maßstäben "normaler Metal" zu sein, sollte aber keinesfalls bezweifelt werden.

Dass Victor Smolski der Mensch ist, der seit 1999 bei RAGE dafür gesorgt, dass sich das musikalische Level der Band um mehrere Lichtjahre weiterentwickelt hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Dem gebürtigen Weißrussen reicht der Job bei RAGE aber bei weitem nicht aus, um seinen rasanten Fingern genügend Auslauf zu verschaffen.

Mark Mangold hat sich bislang dadurch hervorgetan, dass er Songs für wahre Metal-Ikonen wie Michael Bolton oder Cher geschrieben hat - seine eigenen Versuche, als Keyboarder und Sänger bescherten bis dato noch nicht den ganz großen Wurf.

"A Decade Of Brazen Abbot" klingt stark nach einem x-beliebigen Best-Of - aber der etwas ungünstig gewählte Titel verheimlicht hier ein gelungenes Live-Album.
Mastermind hinter BRAZEN ABBOT ist der mittlerweile nicht mehr ganz unbekannte Nikolo Kotzev, der nach immerhin schon vier BRAZEN ABBOT-Alben zuletzt auch durch die hochgelobte Rockoper "Nostradameus" überzeugen konnte.
Das Line-Up von BRAZEN ABBOT hat sich im Laufe der vier Alben mehrfach verändert, und auch das aktuelle Album, was von Jörn Lande (MASTERPLAN) eingesungen wurde, ist live nicht aktuell - denn auf dem vorliegenden Silberling gibt sich Ex-RAINBOW-Sänger Joe Lynn Turner die Ehre.

Seit acht Jahren wartete die Fangemeinde von SOCIAL DISTORTION nun schon auf ein Nachfolgealbum von "White Light..." und 2004 sollte es endlich so weit sein: Mike Ness und seine Mitstreiter gingen endlich mal wieder ins Studio. Als das so sehnlichst erwartete Resultat endlich in den Läden stand, war ich bis aufs äußerste gespannt, wie das neue Material der Band nach so vielen Jahren klingen würde.

Die flämische Death Metal Formation PREJUDICE geistert nun schon seit neun Jahren durch den europäischen Underground, da wurde es dieser Tage Zeit für die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums.

Mitte der Achtziger konnten STORMWITCH mit Hammeralben wie "Walpurgis Night" oder "The Beauty And The Beast" kräftig abräumen - trafen sie doch genau die Mischung aus knackigen Riffs, Melodien und interessantem Songwriting, die sich sofort ins Ohr frisst und die man so schnell nicht wieder los wird. Der Erfolg währte allerdings nicht ewig, denn die Band um Sänger Andy Mück befand sich bereits 1992 mit "War Of The Wizards" auf dem absteigenden Ast und löste sich nach einem indiskutablen "Shogun" 1994 schlussendlich auf.

EVIDENCE ONE haben mit ihrem Debüt "Criticize The Truth" 2002 wie eine Bombe eingeschlagen - eigentlich nur "just for fun" von FRONTLINE-Boss Robby Böbel und DOMAIN-Sänger Carsten Schulz ins Leben gerufen, hatten sie einen Selbstläufer abgeliefert - schon waren sie mit SAXON auf Tour und konnten dort ein breites Publikum überzeugen.
Nachdem Carsten Schulz schon im Januar 2003 meinte, dass sie bei dem Erfolg wohl doch mehr aus dem "Projekt" machen wollten und sogar schon den Wunschtitel des nächsten Albums - eben "Tattooed Heart" verkündete - hat es immerhin bis Mitte November 2004 doch eine ganze Weile gedauert, bis das Werk schlussendlich in den Läden steht.

Hell yeah – das hätte ich denen nicht mehr zugetraut! Wer hätte nach dem ziemlich schwachen 2002er Comeback-Album "Hell's Unleashed" noch einen Pfifferling drauf gesetzt, dass die schwedischen Death Metal-Urväter UNLEASHED jemals wieder an ihre alten Glanzzeiten anknüpfen könnten? Ich jedenfalls nicht nach besagtem Werk – Johnny's Gesang klang aggressiv wie Tom Angelripper beim Katerfrühstück, und die Songs waren größtenteils nicht mehr als zahnlose VENOM-Kopien statt knackiger brachialer Schwedentod, wie man ihn unter diesem Banner gewohnt war. Doch das nunmehr siebte Studioalbum "Sworn Allegiance" lässt seinen Vorgänger vergessen wie nichts!

Die Death Metal-Allstars gehen in die nächste Runde. Nachdem das BLOODBATH-Debüt "Resurrection Through Carnage" vor knapp zwei Jahren jede Menge Elchtod-Fetischisten in helle Entzückung versetzt hatte, kam die illustre Schweden-Runde kaum drum rum, ein Nachfolgealbum abzuliefern. Vorher wurde allerdings – kaum verwunderlich, da ja quasi Tradition in Schweden – ein wenig am Line-up gearbeitet: ex-EDGE OF SANITY-Meister Dan Swanö wechselt von den Drums an die Gitarre, für ihn ist SATANIC SLAUGHTER-Schlagwerker Martin Axenrot neu im Team, während der OPETH-Shouter Michael Akerfeldt aus Zeitgründen BLOODBATH verlassen musste. Ihn ersetzt aber wahrlich kein Unbekannter am Mikro, niemand anderes als HYPOCRISY-Chef Peter Tägtgren gibt sich die Ehre und den Einstand auf "Nightmares Made Flesh". Die beiden KATATONIA-Männer Jonas Renske und Anders "Blackheim" Nyström vervollständigen das Line-up, und die Frage lautet: kann eine solche Ansammlung an Spitzenmusiker überhaupt ein schlechtes Werk abliefern?

LORD BELIAL gehören mit Sicherheit zu den dienstältesten Black Metal-Bands Schwedens, konnten hierzulande bislang aber noch nicht die Popularität erreichen, die ihre Landsleute wie beispielsweise MARDUK oder DARK FUNERAL innehaben. Nichtsdestotrotz schätzen einige Krachexperten mit Sicherheit ihre bisherigen vier Alben, besonders das 1997er Zweitwerk "Enter The Moonlight Gate", an dem sie sich seitdem – zumindest von mir – messen lassen müssen. Meiner Meinung nach kamen ihre zwei letzten Full-Lengths "Unholy Crusade" und "Angelgrinder" jedoch nicht ganz an die Klasse jenes schwarzmetallischen Kleinods ran, was sicherlich auch mit am Sound lag, der mir zuletzt immer etwas zu klinisch und steril klang.


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