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Mit "Tara" öffnet sich zum nunmehr fünften Mal die Tore zum Absu, der mesopotamischen Hölle. Wurde auch mal wieder Zeit, denn die letzte liegt ja nun auch schon über vier Jahre zurück! Und du meine Güte, "Tara" ist ein ziemlich sperriger Brocken geworden! Zwar ist das keltische Trio aus Texas bei seinen musikalischen Wurzeln geblieben und zelebriert sehr thrashigen Black Metal, doch wer nun an gradliniges Geknüppel denkt, ist auf dem Holzweg! Man braucht bereits mehrere Anläufe, um überhaupt in die Rhythmik von Drummer/Sänger Proscriptor hineinzufinden – eine derartige Breakorgie, und das auf einem konstant rasendem Niveau, hat man bislang in diesem Genre wohl selten gehört. Die Songstrukturen und Gitarrenläufe als komplex zu bezeichnen, ist eine glatte Untertreibung! Und um hinter die Texte, die von keltischer Mystik und Magie crowley’scher Prägung handeln, zu steigen, reicht auch nicht das im Bootleg abgedruckte "Tara-Lexicon" aus, da sind schon etliche Semester Okkultik vonnöten! Ich habe die Vermutung, dass Absu es schwer haben werden, mit diesem Werk neue Fans zu rekrutieren. Wer aber bereits mit ihren früheren Alben vertraut ist und sich daher eingehend mit "Tara" beschäftigt, dem wird über kurz oder lang wenig anderes übrig bleiben, als den Hut zu ziehen! Daher der Apell an alle Absu’ianer: legt euch dieses Meisterwerk zu und zieht euch damit einige Tage zurück – Ihr werdet es nicht bereuen! An alle anderen: sagt nicht, ihr wärt nicht gewarnt gewesen... (Kai)


Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 52:13 min
Label: Osmose Prod.
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