Der Sommer ist eingerückt und damit war es auch für Metal-Götter so weit, sogar die abgelegensten Winkel der Ruhrgebiets heimzusuchen, um der metalliebenden Zunft kräftig einzuheizen. Denn Gelesenkirchen gehört bekanntlich ja wohl eher nicht zu den Metalhochburgen des Ruhrgebiets und auch nicht des europäischen Kontinents und die Location "Amphitheater" war mir bis zum 28.6. gänzlich unbekannt. Dieser Veranstaltungsort macht seinem Namen aber alle Ehre, weil dieser wirklich so angelegt ist und witzigerweise auch noch unmittelbar mit dem Bühnenrand an dem Emscher-Kanal mündet, was alles in allem einen urigen Eindruck vermittelt.

Die Sickos aus Chicago gibt es nun bereits seit 15 Jahren. Grund genug für die Jungs die hiesigen Breitengrade mal wieder mit ein paar Konzerten zu verwöhnen. Dies ist nunmehr die dritte Tour innerhalb von 10 Monaten. Dies scheint langsam den Fans zuviel zu werden, denn das AJZ war nur gut zur Hälfte gefüllt. Aber der Reihe nach.

Neulich ging die Nachricht durch die Medien, dass dieses Jahr die traditionellen Chaos-Tage in Dortmund stattfinden sollen. Vergesst es – ein größeres Chaos als am besagten Freitag in Essen können nicht alle Punks der Welt zusammen veranstalten! Das ganze fungierte unter dem Motto "10 Jahre Café Nord": sechs mehr oder weniger regionale Bands taten sich zusammen und wollten zu Ehren der Kult-Kneipe ordentlich rocken bzw. metaln. So weit, so gut... dann kam besagtes Chaos. Eigentlich war es geplant, dass die ersten Bands open air vor dem Nord spielen sollten. Angesichts der unberechenbaren Witterungsverhältnisse wurde letztlich davon Abstand genommen und alles sollte im Roxy stattfinden. So weit, so gut... dann kamen die Leute vom Nord und meinten, dass es ja nicht einzusehen wäre, wenn gar nichts dort abgehen würde... im Endeffekt kam es zu der absurden Situation, dass vier Bands drei Songs im Nord spielten, damit alle sechs hinterher komplette Gigs im Roxy absolvieren sollten. So weit, so... gut?

Metalstorm luden ein zu ihrem ersten Festival. Grund genug mal nach Oberhausen zu fahren und sich eines metallischen Nachmittags und Abends zu erfreuen.

Rage hatte ich bereits letztes Jahr in Balingen gesehen und war guter Dinge, dass der heutige Abend ein ziemlich gutes Konzert bringen würde. Zumal Vicious Rumors, die auf den Plakaten als Vorband angekündigt waren, mir auch noch als gute Live-Band in Erinnerung war.
Wohlweislich waren wir sehr zeitig angereist - was uns dann auch ermöglichte, die erste Vorband vollständig mitzuerleben - dass diese eine geschlagene halbe Stunde vor geplantem Beginn auf die Bühne geschickt wurde, interessiert die Zuständigen wohl weniger.

Wenn die Dresdner Letzte Instanz in der Gegend sind heißt es für mich "Hinfahren".

Ein heißes Package hat da der HMC Ratingen auf die Bühne geschickt: Death Metal, Crossover und Seventies-Rock stand auf dem Programm! Dementsprechend bunt gemischt war auch das ansonsten zahlreich erschienende Publikum – eigentlich kein Wunder bei freiem Eintritt!

Marduk + Mortician + Vader + Amon Amarth + God Dethroned + Sinister + Mystic Circle + ...And Oceans + Bal-Sagoth

An diesem Abend ging die diesjährige No Mercy Tour in ihre letzte Runde. Meiner Meinung war das Package in diesem Jahr so schlecht wie noch nie. Das hatte schon was von Masse statt Klasse. Trotzdem war die Halle ausverkauft, wie jedes Jahr.

Soooo, erstmal galt es Pulverizer zu überstehen. Die Death Metaller konnten mich nicht so überzeugen. Die Performance war zwar sehr ordentlich, aber den Songs fehlt einfach noch etwas um mich begeistern zu können. Der Sänger könnte ruhig auch noch etwas an seiner Stimme arbeiten. So bekam die Band während des Sets auch brav ihren Applaus, aber richtige Stimmung wollte noch nicht aufkommen.

Dieses Package ist unter dem Titel "2001 Metal Odysee" unterwegs. Und was das bedeutet durften wir dann direkt erfahren, denn wir haben erstmal ein paar Runden durch Dortmund gedreht um den Soundgarden zu finden. Aber glücklicherweise sind wir gerade noch rechtzeitig angekommen. Trotz dieses gut besetzten Packages war der Soundgarden nicht ausverkauft. Möglicherweise dachte sich viele "Warum soll ich 40 DM für ein oder zwei Bands die mir gefallen ausgeben". Auf jeden Fall aber eine interessante Zusammenstellung.

Nachdem Letzte Instanz ihre Teilnahme am diesjährigen Castle Rock Open Air leider abgesagt haben, war dieser Gig eine Pflichtveranstaltung.

Die Jungs von der mittlerweile im hiesigen Underground wohlbekannten Kölner Death Metal Fraktion Guerrilla hatten dieses Then Dark Embrace Festival als Releaseparty ihrer neuen CD organisiert. Der Haken war leider, dass die CD bis zum Konzerttag nicht fertig gepresst war und erst in der Woche nach dem Konzert veröffentlicht wurde. Schade, denn nach dem, was ich vom neuen Guerrilla-Material an diesem Abend zu hören bekam, hätte ich die Scheibe an dem Abend bedenkenlos gekauft. Aber fangen wir vorn an. Eine beträchtliche Abordnung der Mülheimer Metal Maniacs nahm den Weg nach Köln auf sich, um vor Ort noch auf befreundete Ratinger Metals zu treffen und sich das Konzert anzusehen (Der Ruhrpott hatte das Ding mal wieder voll im Griff, sofern man Ratingen mal dem Ruhrpott zuschreibt - HA!).

Die Fear Of The Dark Festival-Tour machte an diesem Abend Station in der Zeche Carl, die überraschend gut gefüllt war.

Warum ich mir überhaupt eine Karte für dieses Konzert geholt habe kann ich gar nicht sagen - Sacred Steel kannte ich nicht, Children of Bodom mochte ich nicht und Primal Fear reizten mich live eigentlich auch nicht mehr so wirklich, nachdem ich sie bereits fünfmal als Support, Hauptact oder auf Festivals gesehen hatte. Der Teufel, der mich zum Kauf der Karte getreten hat, war jedenfalls fleißig und hat mich gleich noch überpünktlich zur Zeche getreten, denn ich habe ausnahmsweise mal einen Konzertbeginn dort miterlebt. Die erste Vorband wird dort ja meistens schon zu früher Morgenstunde auf die Bretter geschickt - und auch dieses Mal gingen die Lichter bereits um 19:10 Uhr aus - 20 Minuten früher als auf den Karten abgedruckt.

Trotz gesalzener Eintrittspreise von fast 80 DM und den Absagen von Pantera, Static-X und Vision Of Disorder (na gut, es gab mit Destruction und Rising Down Ersatz) war die Philipshalle sehr gut gefüllt. Etwas unverschämt war nicht nur der Eintritt, sondern auch die Preise am Merchandising Stand. Für ein T-Shirt musste man 50 DM berappen, für ein Longsleeve war man mit 65 DM dabei und wer sich einen Kapuzenpulli leisten wollte musste gar einen Hunderter auf den Tisch legen. Und so haben Destruction darauf verzichtet Shirts zu verkaufen. O-Ton Schmier "Ich zock doch meine Fans nicht mit 50 Mark ab". So ist richtig.

Es ist heutzutage eh nicht so oft, dass sich die Death Metal-Heroes Bolt Thrower in hiesigen Gefilden blicken lassen, und wenn es sich dann um eine Mini-Tour mit nur zwei Auftritten in Deutschland handelt, ist es wenig überraschend, dass sich die alte Kaue der Zeche Carl in einem Zustand befand, der gut und gerne "ausverkauft" genannt werden durfte.

Ein durchaus feines Package gastierte an diesem Abend in der Zeche Carl und entsprechend gut gefüllt war der Saal (von "ausverkauft" aber noch ein ganzes Stück entfernt).

So voll habe ich das AJZ selten gesehen. An die 240 Metalheadz wollten sich das Package nicht entgehen und somit war der Laden fast ausverkauft. Aber der Reihe nach:

Die Zeche war bis unter die Decke gefüllt und das im wahrsten Sinne des Wortes. Also restlos ausverkauft war die Bude.

Eine ganz interessantes Package ist für einige wenige Gigs in Deutschland unterwegs. Ein Gig fand an diesem Abend in der Zeche Carl statt. Die Zeche war gar nicht mal so schlecht gefüllt, hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht.


Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015