Ich habe so das Gefühl, dass es im deutschen Underground nicht gerade eine üppige Anzahl an Power Metal Formationen gibt. Umso schöner, wenn man es hin und wieder mit einer talentierten Band zu tun bekommt. BOOMERANG gibt es bereits seit 1996 aber mit Veröffentlichungen haben sie sich bisher zurückgehalten. Qualität statt Quantität :-) Auch "The Real Unreal" war eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen. Zum Glück hat sich das Quintett dazu überreden lassen die Scheibe doch für alle zugänglich zu machen.

Nun ist es endlich da, das neue Album von LACRIMOSA. Knapp 22 Minuten des Albums gehören dem in drei Sätzen gegliedertem Titelsong "Fassade".

KREATOR melden sich mit einem eindeutigen Thrash Metal Album zurück. Nach den doch etwas schlechteren letzten Alben dieser Truppe, bringt Mille Petrozza mit "Violent Revolution" wieder einen richtigen Knaller auf den Markt.

Nachdem DESTRUCTION mit der Comeback Scheibe "All Hell Breaks Loose" nicht überall Lobeshymnen einfahren konnten haben sie mit "The Antichrist" einen thrashigen Zahn zugelegt. Die Produktion ist um einiges roher und eben thrashiger geworden. Ein echter Pluspunkt wie ich meine. Echter 80er Jahre Thrash Metal halt.

BLIND GUARDIAN bieten uns mit dieser Maxi einen Vorgeschmack auf das im folgendem Jahr kommende Album. Der Titeltrack dieser Maxi dauert etwas länger als 14 Minuten und beginnt recht bedächtig. Aber nach knapp einer Minute kommt die Spielfreude von Blind Guardian voll zum Vorschein um dann wieder von ruhigeren Momenten abgelöst zu werden und dann geht es erstmal im Midtempo weiter.

A-Rise aus Köln legen mit "The Dreams Are Dead" ihre erste Scheibe vor. Hier geht es ganz klar in Richtung Death Metal, wobei das Quartett recht geschickt den Songs einen sehr progressiven Touch verleiht. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass es sich hierbei um schwer nachvollziehbares Gewurste handelt, ganz und gar nicht. Man kann den Songs durchaus folgen. Hinzu kommt noch eine sehr ordentliche, druckvolle Produktion.

Der Death Metal ist definitiv nicht tot. Einen weiteren Beweis dafür bietet die neue Scheibe "Pain For The Masses" von LEGACY.

Hier haben wir es mal mit einer ganz ganz frischen Formation zu tun. Aus dem deutsch-/schweizer Grenzgebiet stammt BLACK JADE. Die Band stuft ihren Stil als Satanic War Metal. Ich bezeichne sowas eigentlich immer als Black Metal :-)

Eine ganz interessante Scheibe die ich hier vor mir liegen habe, wobei der Name allerdings ein wenig trügt, denn es sind auch Studio Tracks enthalten. Zunächst aber gibt es 13 mal was live auf die Ohren.

Das lang ersehnte Debüt-Album der australischen Black Metal Truppe ABYSSIC HATE ist nun endlich veröffentlicht worden. Das Warten hat sich gelohnt, bietet die Scheibe doch hymnenhaften Black Metal in Reinform, der von den vielen Trendkapellen, die die Black Metal Bewegung in den letzten Jahren mit sich gezogen hat, nie erreicht werden könnte.

Mit der neuen Maxi, zum demnächst erscheinden neuem Album, kann LACRIMOSA voll Überzeugen. Der Titelsong, gleich zweimal auf dieser Maxi vertreten, handelt allerdings nicht von dem Morgen danach, wenn man die Nacht durchgezecht hat, sondern wie sich man fühlt, wenn man in der Nacht zuvor ein Liebesgeständnis gemacht hat.

Die neue Scheibe der Italiener ist eine Doppel CD und eigentlich gar kein echtes neues Album, wenn man es mal genau betrachtet. Die erste CD kann man auch als Let The Sabbath Begin Maxi CD bezeichnen.

Ein ganz ein schwieriger Stoff ist das hier. CRYSALIS haben sich dem Gothic Metal verschrieben. Leider sind die Stücke nicht besonders eingängig, so dass diese Eigenproduktion schon einige Durchläufe benötigt um sich im Ohr festzusetzen.

Bei so einem Bandnamen hatte ich zuerst schlimmstes befürchtet, aber es kam dann doch alles anders. Die Süddeutschen verarbeiten so viele Stile, dass man davor den Hut ziehen muss. In den Songs wechseln sich Grunge, Thrashcore, Doomcore, Industrial etc. ab, als wäre es nichts.

"One Wild Night" von Bon Jovi erinnert an die guten alten Zeiten, als Bon Jovi noch Rockmusik gemacht und nicht nur Schmusesongs, wie in den letzten Jahren.

Auf dieser Best Of CD sind Aufnahmen der Jahre 1991 - 1993 vertreten. Während bei der letzten Best Of CD von Virgin noch neu eingespielte und somit auch leicht veränderte Songs vertreten waren, sind hier nur Lieder drauf, die wir in der jeweiligen Version schon kennen. Es hört sich gut an, dass hier eine CD und 4 Maxis drin sind, doch sind die Maxis nur ein Mogelpack. Auf den 4 Maxis ist jeweils nur ein Track drauf und einer der Onkelz abgebildet.

BATTLESWORD haben sich dem Melodic Death Metal verschrieben. Eigentlich eine Domäne der skandinavischen Bands und viele werden jetzt denken "wäääähh, 100 mal gehört". Na Leute, ganz so ist es nicht. Battlesword haben den entscheidenen Vorteil, dass die Bezeichnung Death Metal hier noch voll und ganz zutrifft (Stichwort Gesang). Leider enthält die Scheibe, inkl. dem Intro, nur magere 5 Stücke.

Nachdem meine Erwartungen, durch den Song "Dracula" auf dem Rock Hard-Sampler, doch einen gehörigen Dämpfer erhalten haben, (Der Song klingt für mich wie ein Überbleibsel der "Demons & Wizards" Sachen und hätte besser von Hansi Kürsch gesungen werden können, als von Matthew Barlow und ist mal wieder ein Beweis, dass, wie so oft, einer der schwächsten Songs einer Platte auf dem RH-Sampler gelandet ist) kann ich mich jetzt, nachdem ich den Genuss des kompletten Albums gekommen bin, doch sagen das lange Warten hat gelohnt.

Diese Scheibe ist definitiv nur etwas für Sammler. Nur deswegen habe ich mir sie auch geholt :-) Bei "Deadly Tracks" handelt sich um eine Best Of Zusammenstellung der Amis. Vor ein paar Jahren wurde sie bereits in Japan veröffentlicht. Inzwischen ist diese aber ausverkauft und so darf sich jetzt Korea an einer Wiederveröffentlichung erfreuen.

Mit ihrem vierten Album schafft es die belgische Metal-Institution, mich erstmals zu überzeugen! Noch mehr, "Dim Carcosa" begeistert mich regelrecht! Ihre ersten beiden Alben, die krachigen Black/Death boten, waren zwar ganz nett, aber alles andere als aus der Masse herausragend, während die letzte Platte "Fatherland" in meinen Ohren an einer äusserst schwachen Produktion scheiterte. Nein, kein Zweifel, dieses Werk ist der eindeutige Höhepunkt der Flamen!


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