amberiandawn magicforestEs gibt Bands, die spielen von Anfang an in der ersten Liga mit und dann gibt es solche, die sich allergrößte Mühe geben, und es trotzdem nicht schaffen, aus dem Schatten der ganz Großen herauszutreten. Die finnische Symphonic Metal Band AMBERIAN DAWN gehört zur zweiten Kategorie und das inzwischen fünfte Studioalbum „Magic Forest", die letztjährige Compilation „Re-Evolution" nicht mitgezählt, ist Wind in den Segeln der Kritiker.

Obwohl die Platte durchaus hörbar ist, von hörenswert möchte ich nur ungern sprechen, machen AMBERIAN DAWN so ziemlich alles falsch, was geht und treten gleich in mehrere Fettnäpfchen, in Kurzform: nicht mehr als solide agierende neue Sängerin namens „Capri", mäßiges Songwriting, zu viel Popappeal und dreister Songklau. Ich finde es schon erstaunlich, wie man es sich trauen kann, ganze Passagen von NIGHTWISH auszuleihen, um daraus dann eigene Songs zu machen, ganz deutlich wird das bei „Warning".

Als einziges Highlight des Albums geht der Opener „Cherish My Memory" durch, auch „Agonizing Night" und das abschließende balladesk-orchestrale „Green-Eyed" finde ich nicht so schlecht, über die restlichen sieben Songs kann man den berühmten Mantel des Schweigens legen.

Natürlich möchte ich den Finnen nicht ihre Daseinsberechtigung absprechen, aber man muss schon wirklich nach symphonischem Metal süchtig sein, um ein Album wie „Magic Forest" auf Dauerrotation zu setzen. Bereits die beiden Vorgänger „End Of Eden" und „Circus Black" waren schon nicht berauschend, das hier ist dann ein weiterer Schritt in die verkehrte Richtung. (Maik)


Bewertung: 5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 38:41 min
Label: Napalm Records
Veröffentlichungstermin: 27.06.2014

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