Mehrfach-Wertung der RedaktionParadise_Lost_-_Tragic_IdolEinmal mehr ließen uns die britischen Gothic-Metal-Urgesteine über zwei Jahre warten, ehe mit "Tragic Idol" das nunmehr dreizehnte Album der Band-Historie auf die Fanschar losgelassen wird.
Die Vorgänger "In Requiem" und  "Faith Divides Us - Death Unites Us" wurden allenthalben bei Kritikern und Fans begeistert aufgenommen und beschworen einmal mehr eindeutig den Rückschritt zu den alten Glanztaten der Neunziger (hier).

Das Promo-Schreiben verspricht uns allerdings erneut "das Album, auf das Fans der „Icon“- und „Draconian Times“-Ära seit langem fieberhaft warten."
Meiner Meinung nach war dies bereits mit den beiden letzten Vorgängeralben absolut erfüllt! Somit schraubte sich die Spannung meinerseits in unerwartete Sphären: Inwiefern würden sich PARADISE LOST NOCH mehr der vergangenen Erfolgsphase annähern?

Eines wird jedenfalls gleich beim Klang des ersten Klage-Riff Mackintosh´s beim Opener "Solitary One" sonnenklar: PARADISE LOST sind und bleiben unverkennbar! Diese Schwere, diese Elegie bekommen in dieser Form nur ganz wenige Bands auf die rostige Kette. Um jedoch die Parallelen zu den oben genannten Scheiben erkennen zu können, muss man schon etwas genauer hinhören.
Denn der (vor allem "Heavy"-) Metal-Einschlag verdrängt nahezu komplett die Gothic-Trademarks (Keyboards o.ä. gibt es nur punktuell bis gar nicht zu hören) und macht die Scheibe zum schwersten und intensivsten Album der Trauerklöße in ihrer nun nahezu 25-jährigen Bandgeschichte.

Wenn ihr nun darauf wartet, offensichtliche Hits à la "True Belief", "The Last Time" oder "The Enemy" vom letzten Album auf dem Silbertablett serviert und hier genannt zu bekommen, muss ich euch leider enttäuschen: Denn "Tragic Idol" hat ohne Frage eine Menge guter Momente, Riffs und Melodien auf der Haube - aber diese muss der Hörer sich erst einmal erarbeiten. Auch bei mir als langjährigem, ausgesprochenen Fan der Band hat es eine ganze Weile gedauert, bis Album Nummer 13 der Briten so richtig gezündet hat!
Und dann kommen sie, die großartig-düsteren Szenen für die man PARADISE LOST immer so geliebt hat: 
"Fear Of Impending Hell" und "Honesty In Death" beispielsweise mit genialem Gänsehaut-Riffing und -Refrains, die tonnenschweren Tracks wie "Worth Fighting For" und der bereits erwähnte Opener; das modern-groovige "Crucify" und die Abgehnummern "In This We Dwell" oder "To The Darkness" - auf "Tragic Idol" bieten PARADISE LOST einmal mehr ihr ganzen Können auf und enttäuschen ganz und gar nicht! Aber, wie bereits erwähnt: Gebt der Scheibe ihre Zeit!

Da bleibt nur noch, sich auf die in Kürze beginnende Tour zu freuen... (Brix)

Bewertung: 8,5 / 10


Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 46:02 min
Label: Century Media
Veröffentlichungstermin: 20.04.2012

Wertung der Redaktion
Rainer Anne Jannick Maik Mika Jochen Seb
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7 8,5 7,5
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